Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch wendet sich gegen Kritik am Sparkurs der Staatsregierung. Heubisch betont: "Trotz schwieriger finanzpolitischer Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, die richtigen Schwerpunkte zu setzen. Wir sparen nicht im Hochschul- und Wissenschaftsbereich. Vielmehr haben wir hier mit 10,4 Prozent im nächsten Doppelhaushalt die höchste Steigerungsrate aller Ressorts." Allein im Jahr 2011 würden die Ausgaben für die Hochschulen um 271,8 Millionen Euro steigen. Wenn trotz dieser Steigerungen die Staatsquote an der LMU München zurückgehe, sei dies allein darauf zurückzuführen, dass die Drittmitteleinnahmen der Universität noch stärker gestiegen seien als der Staatszuschuss. "Das ist doch auch ein Erfolg unserer auf Exzellenz angelegten Hochschulpolitik, wenn die Hochschulen bei der Einwerbung von Drittmitteln erfolgreich sind."
Heubisch betont, vorübergehende Einschnitte bei Neueinstellungen im öffentlichen Dienst seien aufgrund der schwierigen Haushaltslage leider unumgänglich gewesen. Gerade im Wissenschaftsbereich habe man aber darauf geachtet, dass dies nicht zu einem Wettbewerbsnachteil für bayerische Hochschulen führe. So sei bei den Professoren gewährleistet, dass die Absenkung der Grundgehälter für 18 Monate um 10 Prozent durch höhere Leistungsbezüge ausgeglichen werden könne.
Zum Ausbauprogramm für den doppelten Abiturjahrgang erklärte Heubisch: "Wir haben unsere Zusage gegenüber den Hochschulen 3.000 neue Stellen für 38.000 neue Studienplätze zu schaffen, erfüllt. Diese Stellen verteilen sich über ganz Bayern. Ziel unserer Politik war es dabei, die Zuwächse der Studierenden verstärkt zu den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und in die Hochschulen außerhalb der Metropole München zu lenken und das Studienangebot in den Natur- und Technikwissenschaften zu erweitern. Diese Ziele haben wir erreicht."