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"SPD-Fraktion legt es nun offen: Sogenannte Gemeinschaftsschule als Waschmaschine des erfolgreichen bayerischen Schulwesens"

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Kultusminister Ludwig Spaenle erteilt Wünschen der SPD-Landtagsfraktion eine klare Absage, eine Einheitsschule mit dem Label „Gemeinschaftsschule“ einzuführen

MÜNCHEN. Mit einer „Waschmaschine, die der differenzierten und qualitätsvollen bayerischen Schullandschaft mit extrem hoher Schleuderzahl enormen, nicht wieder gutzumachenden Schaden zufügt“ vergleicht Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die von der SPD-Landtagsfraktion favorisierte Einheitsschule. „Diese Schulform wird es in Bayern nicht geben“, reagierte der Kultusminister auf den Vorstoß des SPD-Politikers Güll. Die sog. „Gemeinschaftsschule“ stellt für Kultusminister Spaenle einen Schritt in die pädagogische Vergangenheit dar, einen Schritt in die Zeit der Gesamtschule.
Eine „solche Waschmaschine“ sei völlig kontraproduktiv und schade den jungen Menschen. Denn beim qualitätsvollen bayerischen Bildungswesen für unsere jungen Menschen handle es sich nicht um nasse Wäsche, die es durch rasches Schleudern zu trocknen gilt. Wir haben in Bayern ein Schulwesen, das den jungen Menschen in ihrer Vielfalt gerecht wird und ihnen Perspektiven für das Leben eröffnet“, so der Minister.
Minister Spaenle befürchtet das Ende für viele kleine Schulstandorte, falls die SPD die Gemeinschaftsschule einführen dürfte. Bayern gehe einen anderen Weg. „Mit Hilfe der Mittelschulverbünde sichern wir Standorte, an denen nicht einmal mehr durchgehend Klassen für jeden Jahrgang angeboten werden können und auch Klassen mit weniger als 15 Schülern realisiert werden“, so der Minister. Grundschulen will Minister Spaenle nach dem Prinzip „Kurze Beine, kurze Wege“ sogar erhalten, wenn diese nur noch von 26 Schülern besucht werden.
Mit der Einrichtung der Gemeinschaftsschule setze die SPD die Axt an Realschulen und Gymnasien an. Andernfalls würde die nötige Anzahl von 200 Kindern pro Gemeinschaftsschule nicht realisiert. Bei dieser Schülerzahl sei eine ausreichende Binnendifferenzierung in der Gemeinschaftsschule niemals zu erreichen.
Eine solche Entwicklung wird Kultusminister Spaenle nicht zulassen. „Wir stehen zu unserem differenzierten und durchlässigen Schulwesen, in dem junge Menschen mit ihren verschiedenen Talenten sehr gut gefördert werden.“
„Die „Gemeinschaftsschule“ habe als Gesamtschule in der Bildungsgeschichte versagt: leistungsstarke Schülerinnen und Schüler wurden nicht genug gefordert, leistungsschwächere nicht genügend gestärkt“, so Minister Spaenle.
Die Elternbeteiligung an der Gestaltung des Schulwesens vor Ort gibt es in Bayern sehr wohl, verwies der Minister auf die Dialogforen und wies damit einen Vorwurf der Opposition zurück. Und die Elternbeteiligung werde weiter ausgebaut - nämlich in den Bildungsregionen, die Kultusminister Spaenle Mitte Januar in Kreuth angekündigt hatte.

Differenziertes Schulwesen eröffnet jungen Menschen viele Wege

„Das differenzierte bayerische Schulwesen bietet durch die vielfältigen Angebote für die Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen Talenten und Interessen optimale Bedingungen, sich Wissen anzueignen und Kompetenzen zu erwerben“, so der Kultusminister. Auf die Grundschule folgten in Bayern Mittel-, Wirtschafts-, Realschule und Gymnasiums. Nach dem mittleren Abschluss können die jungen Menschen in Bayern z.B. ihren Weg über die Berufliche Oberschule zur Hochschulreife gehen.
„Wir werden den Weg, das bewährte und leistungsstarke differenzierte Schulwesen im Freistaat noch durchlässiger zu gestalten, fortsetzen und dabei mit den Beteiligten in den Regionen entsprechende Lösungen entwickeln“, so der Minister abschließend.

Dr. Ludwig Unger, Tel. 089-21862105
 


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